Skandal bei der Bahn aufgedeckt | 22.7.2007 (Prof. Karl Born)22.7.2007: Skandal bei der Bahn aufgedeckt

Folgende Zuganzeige auf dem Bahnsteig für den einlaufenden Zug aus Puttgarden haben die BBBs vor wenigen Tagen auf dem Hauptbahnhof Hamburg entdeckt: „Zug endet hier und wird ausgesetzt“.
Kommentar Karl Born:
Das ist ein echter Skandal! Nicht nur Hunde und Katzen werden zu Beginn der Ferienzeit von verantwortungslosen Besitzern ausgesetzt. Auch Bahnchef Mehdorn setzt, wahrscheinlich aus schnöden Kostenspargründen (Stichwort Börsengang!), zu Beginn der Ferienzeit nicht benötigte Züge einfach aus. Seit dieser Zeit habe ich Angst in einem Zug zu sitzen, der gerade ausgesetzt wird. Mit einem einfachen Erfrischungsgetränk für sechs Wochen Verspätung würde ich mich nicht zufrieden geben. Aber auch der Gewerkschaftsstreik bei der Bahn erscheint jetzt in einem anderen Licht. Die Gewerkschaft Transnet verhandelte ruckzuck und wollte nur mehr Geld für ihre Mitglieder. Ganz anders sieht es bei der Gewerkschaft der Lokführer aus. Die bekannt gewordenen 31% mehr Gehalt sind nicht ernst gemeint, sondern nur ein Druckmittel, damit das unsägliche Aussetzen von Zügen endlich aufhört. Wie aus gut informierten Kreisen verlautet, wären die Lokführer auch mit 25% Gehaltserhöhung zufrieden, wenn die Bahn im Gegenzug alle Orte bekannt geben würde, an denen sie Züge ausgesetzt hat.
Die BBBs fordern die Bahn auf zu diesem Skandal Stellung zu nehmen und bis zur Klärung des Vorfalls mit dem Aussetzen von Zügen auszusetzen.
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