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Borns "bissige" Bemerkungen ist die montägliche Kolumne rund um das aktuelle Geschehen in der Welt, speziell in der Tourismuswirtschaft. BBB erscheint seit März 2001 jeden Montag auf diesen Webseiten und als kostenloser email-Newsletter. Im Archiv finden Sie 300 weitere Kommentare zu den verschiedensten Themen und Anlässen.

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Was die BBBs in 2004 nicht berichtet haben | 10.1.2005 (Prof. Karl Born)10.1.2005: Was die BBBs in 2004 nicht berichtet haben


Das Jahr 2004 war für die BBBs ein besonders erfolgreiches Jahr. Die Zahl der Newsletter-Abos stieg von 787 auf 1.231 (= + 56%) und erstmals wurden mehr als 100.000mal die BBBs gelesen (einschl. Abo-Leser), das war gegenüber 2004 eine Steigerung von mehr als 20%. Von solchen Steigerungszahlen können andere nur träumen.

Vielen Dank an alle Leser der BBB und vor allem Dank für die vielen Anregungen. Die BBBs sind dabei ihrem Prinzip treu blieben, keine ausschließlichen Insider-Informationen zu verwenden, sondern nur öffentlich Zugängliches. Aber die Hinweise darauf waren sehr hilfreich. Einiges davon findet sich in der heutigen Nachlese für 2004.


Kommentar Karl Born:

Das Hotel Ritz Paris hat „freundlicherweise“ einem Gast Medikamente nachgeschickt und dafür 5,50 Euro Kurierdienst berechnet, bei einer Gesamtrechnung von 1900,90 Euro. Ähnliches leistete sich das Baur au lac in Zürich. Einem Gast der dort öfters übernachtete, wurde beim erneuten Einchecken eine Cola vom vorherigen Besuch nachberechnet. Dass der Gast Allergiker-Bettwäsche verlangt hatte, konnte sich das Hotel leider nicht merken.
Im Unterschied hierzu wirbt die Lindner-Hotelgruppe, dass jeder besondere Wunsch, den der Gast einmal geäußert hat, künftig automatisch in jedem ihrer Hotels berücksichtigt würde. Zitat: „Sie sei die einzige Hotelgruppe, die diesen Service bietet“.
Eigentlich traurig, dass eine solche Leistung ein USP sein kann! Also eins rauf für die Lindners, eins runter für die restliche Branche.

Bei der Eröffnung des neuen Dorint-Sofitels Bayerpost in München wurden eincheckende Gala-Gäste von einem „wachhabenden“ Mitarbeiter gebeten, doch nicht über den ausgelegten roten Teppich zu laufen!
Die etwas überproportional herumstehende Anzahl Aschenbecher wurde damit erklärt, „dass so viele Accor-Vorstände im Haus seien, die rauchen“.
Ist doch schon ein Anfang, wenn man sich nicht die Wünsche der Gäste merken kann, dann doch wenigstens die Wünsche der Vorstandsmitglieder.

Zwei getrennte Meldungen:
In Israel wird aus Sicherheitsgründen eine Mauer gebaut.
Angeblich wieder steigendes Interesse von Reisenden aus Deutschland!
Ob da ein Zusammenhang besteht?

Die Landebahnverlängerung für Airbus in Hamburg kann jetzt gebaut werden. Zuletzt war nur noch die Kirchengemeinde dagegen.
Ist doch klar, die Gleichung für die Kirchengemeinde lautete: Landebahn verhindern = weniger Arbeitsplätze = ist gleich mehr Arbeitslose = ist gleich mehr Not und Elend = ist gleich mehr Kirchengänger! Im Prinzip nichts anderes als shareholder value.

Der Heidelberger Tourismus kommt zur Erkenntnis: „Mit steigender Zahl berufstätiger Frauen steigt auch die Zahl der Frauen, die aus beruflichen Gründen allein unterwegs sind“.
Darauf muss man erst einmal kommen!

Die Stadt Frankfurt berichtet, dass im Jahr 2004 an den Eingängen des Landgerichtes 6.430 Messer und 2250 Schusswaffen sichergestellt wurden.
Reisen ist weniger gefährlich, als zu Hause zu bleiben.

Der Leipziger Tourist Service will Schuhputzer in die City holen. Der LTS-Sprecher hält es für notwendig darauf hinzuweisen, dass „studierte Leute“ darunter seien.
Man möchte fast wetten, dass er keiner davon ist.

Die Vorsitzende des Bundesverbandes der Gästeführer in Deutschland berichtet, dass Touristen immer mehr an Abenteuer und ungewöhnlichen Erlebnissen interessiert seien. So stehen jetzt auch Erlebnistouren wie „Hurenführungen“ durch das Hamburger Rotlichtmilieu auf dem Programm, gefragt seien „Huren als City-Guides“. Unbedingt notwendig sei aber bei solchen Führungen, dass „auf soziale Verträglichkeit geachtet werde. Außerdem müsse man sich mit den Betroffenen absprechen und dürfe auf keinen Fall stören oder aufdringlich sein“.
Fehlte nur noch der Hinweis: Sollte man dabei auf Bekannte treffen, einfach ignorieren.

Spiegel online berichtete, dass viele Chinesen deshalb nach Deutschland reisten, um auf den Autobahnen Vollgas zu geben. Zitat: „Jiang Maolin wurde eingeschärft, in Deutschland ordentlich zu fahren. Nicht rechts zu überholen, Spur zu halten und auf orientierungslose Rentner zu achten."
Ein Glück, dass es jetzt bei REWE-Touristik die „kostenlose Oma-Mitnahme-Garantie“ gibt. Da kann man die alten Leutchen vor den Chinesen in Sicherheit bringen.

TUI zielt mit Club Elan auf die Generation 60plus mit mehr Komfort und mehr Bequemlichkeit.
Endlich sind in der Touristik die Zeiten vorbei, wo im Seniorenurlaub der Morgen mit gemeinsamem Blutdruckmessen anfing und Senioren Abenteuer-Urlaub im Absetzen der Beta-Blocker bestand.

Die BBBs hatten über den kritischen 3. Tag des Urlaubs berichtet und vorgeschlagen, dass der danach abgebrochene Urlaub als Second hand –Reisen an ultimative Last Minute-Reisende verkauft werden könnte. Ein Marketing-Manager der TUI hat die BBBs noch auf eine andere Variante aufmerksam gemacht. Man sollte dieser relevanten Zielgruppe doch anbieten auch untereinander die restlichen Urlaubstage zu tauschen. Zitat: „Der Urlaub geht für diese Teilnehmer weiter und da die bisherige Beziehung eh kaputt ist, kann es beim Neustart nun wirklich nicht schlimmer kommen. Und wenn, dann würden sich am 6., 9.oder gar 12. Tag immer neu Potenziale auftun.“
Wie gesagt: 2004 war ein sehr innovatives Jahr für TUI.

Ein Düsseldorfer Wissenschaftler (kann nur aus Düsseldorf sein) hat (wieder einmal) festgestellt: „Erotik sei eine Triebfeder des Reisens.“ Und die Tourismus-Industrie würde „Raubbau an der Ressource Reise-Erotik“ betreiben. Allerdings seien Erotik-Kurse im Urlaub nicht so leicht durchzuführen wie Kochkurse oder Malkurse.
Die BBBs fanden auch den Schlusssatz sehr nett:„Unterm Strich“ würden die Hoteliers an ihren Kunden gutes Geld verdienen.

Nach den ersten Nacktflügen ist jetzt auch die erste europäische Nudisten Kreuzfahrt mit 450 Personen von Barcelona aus gestartet. Der jüngste Passagier war zwei Wochen alt (das ist nackt sein noch süß), das älteste Paar kreuzfahrttypische 74 Jahre alt (da ist es weniger süß).
Von den ersten Nacktflügen gibt es inzwischen auch Bilder im Netz, die BBBs haben sich bislang aus „ästhetischen“ Gründen geweigert hierzu einen Link zu setzen.

Im Zusammenhang mit dem Prozess gegen einen Piloten der relativ spät zur Kenntnis nahm, dass sein Airbus kein Kerosin mehr hatte, wurde ein Unfallexperte zitiert: Gerade bei Piloten kennen wir die „Zielfixierung“, das „wishful thinking“.
Die BBBs wussten gar nicht, dass so viele Manager einen Pilotenschein haben.

Von einem anderen bekannten Touristik-Manager wurde anlässlich seines 60. Geburtstages berichtet, „dass er seiner Sekretärin die Pralinen aus dem Flugzeug mitbringt“.
Überall wird neuerdings gespart.

Und dann war da noch der ehemalige TUI-Vorstand Marc Pasture. Er war nach seiner TUI-Zeit Chef des ehemaligen CDU-Generalsekretärs Laurenz Meyer bei VEW. Flugs, wie es Pasture`s Art ist, meldete er sich zu Wort mit der vemeintlich hilfreichen Erkenntnis, dass ihm Meyer mit dessen „breiten Netzwerk eine große Hilfe gewesen sei“. Gerade das wollten die CDU-Oberen aber am wenigsten hören.
Da fällt den BBBs die Geschichte ein, wie Pasture inkognito reiste, um das Produkt 1-2-fly kennen zu lernen, aber er vorher jeden informierte, dass er inkognito käme.

Falls Sie sich für das Schweizer Produkt Kuhleasing interessieren: Im Moment sind noch 16 Kühe frei.

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18.6.2007 very british
11.6.2007 Das Interview
16.4. 2007 Hast Du die Abgabe gegeben, lässt es sich mit CO2 gut leben. 8.1.2007 Endlich aufgedeckt: Die Geschichte vom Trojanischen Pferd beim Kauf britischer Touristikfirmen.
5.3.2006 40 Jahre ITB, ein Rückblick
29.1.2006 Klofrau bei Ryanair demnächst Realität?
21.11.2005 Reisesommer 2006: Goldene Zeiten für den homo rabattus
17.10.2005 Du bist Deutschland
3.10.2005 Was ist dümmer: Flugtickets verschenken oder Flugtickets als Give aways?
18.7.2005 Wenn Liebe durch Ehe beendet wird, ist es zur Scheidung nicht weit
26.6.2005 Liebe Frühbucher Ihr müsst jetzt tapfer sein
8.11.2004 Wenn Vorstände schlau werden
23.8.2004 Was die Reisebürobranche von Coiffeur Udo Walz lernen kann
20.6.2004 Wann ist irgendwann?
12.01.2004 Wie schützenswert ist das Bachneunauge am Flughafen Münster-Osnabrück?
01.06.2003 Ein Tourist überquert die Straße
11.11.2002 Wann führen die Billig Airlines den "Minus-Preis" ein
14.10.2002 Die Lufthansa-Stewardess hat gelächelt


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