Die BBB-Empfehlung für 2007: Nur „nicht den Kopf hängen lassen“, insbesondere dann nicht, wenn das Wasser bis Oberkante Unterlippe steht. | 1.1.2007 (Prof. Karl Born)1.1.2007: Die BBB-Empfehlung für 2007: Nur „nicht den Kopf hängen lassen“, insbesondere dann nicht, wenn das Wasser bis Oberkante Unterlippe steht.

„Man muss nur wollen“, meinte unsere Kanzlerin in ihrer Weihnachtsansprache. Sie hat gut meinen, sie arbeitet ja auch nicht in der Touristik. Aber, da gibt es auch in 2007 noch die Bissigen Bemerkungen, die „letzte kritische Stimme in der Touristik“, den „kleinen Lichtblick am Montag“ (Zitate aus Glückwünschen zum Jahreswechsel). Also liebe Leser, danke für die viele Post und alles Gute für 2007.
Kommentar Karl Born:
Da die BBBs auch „fleißig zwischen Weihnachten und Neujahr“ gearbeitet haben, siehe BBB-Sonderausgabe vom 26.12. „über die neueste Entwicklung bei Thomas Cook“ (http://karl-born.de/bbb/archiv/news-archive-26-12-2006.html), lassen wir es zum Jahresbeginn etwas harmloser (?) angehen. (Die zuletzt angekündigten Themen entfallen nicht, sondern beschäftigen uns in den nächsten Wochen).
Zuerst eine kleine (wahre) Geschichte zum Wiedereinleben in die Arbeit. Da macht eine Firma Werbung mit dem Slogan: „Wir kommen innerhalb 24 Stunden“. Bei der Beauftragung will die Firma einen Termin für „übermorgen“ vereinbaren. Auf den vermeintlichen Widerspruch angesprochen, meint die Dame am Telefon „Wieso, Widerspruch? Der Arbeitstag bei uns hat 8 Stunden, 3x8 sind 24 Stunden, wenn wir innerhalb von 3 Tagen kommen, sind wir noch pünktlich!“. Lektion Nr. 1 für das neue Jahr: Kreativ sein! (In der Touristik müsste man die Pointe natürlich ändern auf 2x12 Std Arbeitszeit!)
Da hat eine Frau bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen, nicht nur ihr Handgepäck, sondern auch ihr Baby durch den Scanner geschoben. „Mensch ist die dumm“, könnte man spontan meinen. Doch dann liest man nur wenige Tage später, dass in den USA Flugpassagieren beim Sicherheits-Check in Zukunft sich auch röntgen lassen sollen. Die Technik wird ab sofort auf dem International Airport in Phönix getestet. Lektion Nr. 2 für das neue Jahr: Manchmal sind die Dummen nur ihrer Zeit voraus.
Da wird ein Aeroflot-Flugzeug auf dem Flug nach Genf als entführt gemeldet. Nach der Landung in Prag stellt sich heraus, dass sich ein russisches Paar so heftig gestritten hatte, dass der Pilot einen Notfall meldete (der als Entführung gedeutet wurde). Ursache des Streites: Der Ehemann wollte nicht mehr Winterurlaub in der Schweiz, sondern lieber Badeurlaub in Ägypten machen und wollte jetzt direkt dorthin fliegen. Lektion Nr. 3 für das neue Jahr: Eine eindeutige Planung erspart Änderungen. (Auch wenn nicht jeder Touristik-Chef Vorbild hinsichtlich konsequenter Planung ist).
Zuletzt noch ein Zitat aus der berühmten Murphy-Sammlung für alle abhängig Beschäftigte: „Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen. Ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.“ Lektion Nr. 4 für das neue Jahr: Nie aufgeben, denn die Hoffnung stirbt zuletzt.
------------------------ In eigener Sache: Im vergangenen Jahr wurden mehr als 200.000mal die Bissigen Bemerkungen gelesen, das entspricht einer Steigerung um 35% gegenüber Vorjahr (wahrscheinlich die höchste in der Touristik, sorry für alle Firmen die schlechtere Zahlen haben). Die Abonnenten-Zahl für den Newsletter stieg in 2006 um 23%. Vielen Dank liebe Leserinnen und Leser, wir werden auch in 2007 „bissig“ bleiben.
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