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Borns "bissige" Bemerkungen ist die montägliche Kolumne rund um das aktuelle Geschehen in der Welt, speziell in der Tourismuswirtschaft. BBB erscheint seit März 2001 jeden Montag auf diesen Webseiten und als kostenloser email-Newsletter. Im Archiv finden Sie 300 weitere Kommentare zu den verschiedensten Themen und Anlässen.

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22.12.2003 Ein modernes Weihnachtsmärchen


Die Mitarbeiter von Phoenix-Reisen stifteten ihr gesamtes Weihnachtsgeld in Höhe von 150.000 Euro dem Hilfswerk Brot für die Welt. Der Eigentümer von Phoenix-Reisen, Johannes Zurnieden, legte nochmals den gleichen Betrag obendrauf. So kamen kurz vor Weihnachten 300.000 Euro für einen guten Zweck zusammen. Aber dieses Weihnachtsmärchen hat eine überraschende Fortsetzung.



Kommentar Karl Born:

Für die Touristik war 2003 kein einfaches Jahr. Die Nachfrage war unverändert zurückhaltend, der Wettbewerb dafür umso härter. Bei fast allen Firmen wurden mehr oder weniger rigorose Sparprogramme umgesetzt. Wer hätte da gedacht, dass in diesem Umfeld noch ein Märchen wahr werden kann. Deshalb sind die bissigen Bemerkungen so kurz vor Weihnachten überhaupt nicht bissig, sondern wollen ganz einfach dieses Märchen weitererzählen.

Nicht „es war einmal“ wie alle Märchen anfangen, sondern „just in dieser Zeit“, geschieht in der schönen Stadt Bonn, die einmal Hauptstadt dieses Landes war, gleich ein mehrfaches Wunder. Dort gibt es ein erfolgreiches Unternehmen namens Phoenix, mit motivierten Mitarbeitern und einem nicht alltäglichen Chef und Eigentümer. Diese Mannschaft, inklusive Chef, kümmert sich herzlich wenig darum, was andere tun, drängt sich nicht jeden Tag mit Wollust in die Presse, sondern machen ganz einfach ihren Job, und das nicht schlecht.

Als der Chef verkündet, dass er auch dieses Jahr, wie zuvor, Weihnachtsgeld zahlen wird, entschließen sich die Mitarbeiter zu Außergewöhnlichem: Sie spenden ihr Weihnachtsgeld dem Hilfswerk „Brot für die Welt“. Ist schon dieses Geschehen als vorweihnachtliches Wunder zu bezeichnen, so folgt diesem noch ein zweites: Der Eigentümer des Unternehmens, Johannes Zurnieden, legt den gleichen Betrag nochmals dazu und so kann das Hilfswerk mit diesen 300.000 Euro viel Gutes tun. Klingt die Geschichte schon bis hierher fast unglaublich, so stellt das Ende fast jedes Grimmsche Märchen in den Schatten. Zur Überraschung aller, zahlt Johannes Zurnieden, den Mitarbeitern trotzdem ihr Weihnachtsgeld. Herzlichen Glückwunsch liebe Mitarbeiter von Phönix-Reisen und herzlichen Glückwunsch lieber Johannes Zurnieden.

Mit diesem Real-Märchen wünschen die Bissigen Bemerkungen allen Leserinnen und Leser ein frohes friedvolles Weihnachtsfest und viele überraschende Weihnachtsgeschenke.








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